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Sonntagmorgen. Es herrscht absolute Ruhe an Bord der Salomon. Ein völlig ungewohntes Gefühl stellt sich ein, wenn ich durch die vollständig leeren Kojen der Jungs gehe. Unweigerlich wandern meine Gedanken zum Thema vom Vorglühen anfangs der Woche.
“Der Bestimmung nach leben.” Dieses Thema beschäftigte uns mehrmals diese Woche. So auch jetzt mich. Unser Schiff hat auch eine Bestimmung und zwar jungen Menschen neue Möglichkeiten zu bieten. Wie muss sich wohl Fredi, unser Maschinist gefühlt haben, als er über mehrer Monate die Salomon als Einziger bewohnte?
Ahnen Sie, wie sich Fredi (und wir alle andern auch) am Mittwochabend, nach vielen Monaten und hunderten von Seemeilen später fühlten, als wir mit 25 Menschen an Bord nach Elsfleth zurückkehrten? Mit siebzehn Jugendlichen “lebt” die Salomon voll und ganz ihrer Bestimmung. Und das ist Grund zur Freude!
Auch unsere Kadetten freuten sich auf Elsfleth. Allerdings dürfte das etwas andere Gründe haben. Für zwei oder drei Wochen werden wir in dem Werftheim wohnen, da umfangreiche Revisionsarbeiten auf der Salomon stattfinden werden. Und so kommen auch unsere Jugendlichen in den Genuss von geräumigen Zweierzimmer, unbegrenztem (und warmem!!) Süsswasserduschen, genügend Auslauf für Sport und Spiel etc.
Es war Dienstag, als wir in Helgoland den Anker in aller Frühe lichteten und die 45 Seemeilen bis zur Mündung der Weser zurücklegten. Es erforderte sämtliche Konzentration der Wachführer, Steuermänner und Ausgucker, die Salomon, den starken Strömungen zum Trotz, auf Kurs zu halten. Es muss so um die 17Uhr gewesen sein, als wir in Blexen Reede für die letzte Nacht vor Anker gingen.
In Begleitung von V.S. und O.K. begab sich Valérie und Daniela (die seit England bei uns schnuppert) an Land um das Nötige Fleisch und Gemüse zum geplanten Grillen zu beschaffen. Mit der gleichen Fuhr wurden Urs, Gabi, unsere neue Haushälterin und Jonathan an Bord geholt.
In Uniform, mit viel Freude, Schulterklopfen und Händeschütteln wurden die Neuankömmlinge empfangen. Beim gemeinsamen Essen wurde gebührend ausgetauscht, Fragen der Jungs (von A bis Z) alle beantwortet, Pläne geschmiedet und gemutmasst, wer wohl mit wem im Zimmer eingeteilt ist.
Den Mittwoch füllten wir mit selbständigem Lernen, kleineren Arbeiten usw. Am Nachmittag fuhren wir dann das letzte Stück die Weser hoch, vorbei an Ladekranen, Stegen und alten historischen Gebäuden. Die Ufer rückten immer näher zusammen und unsere Jungs standen an Deck und staunten über das was sie sahen und rochen. T.B. stellte fest, dass er schon lange keine Kuh mehr gesehen haben. Über die bäuerlichen Düngungsgerüche (die meisten mir bekannten Menschen benennen es als Gestank) freute sich H.Ö. offensichtlich, als er in seinem Südtirolerdialekt ausrief: “Des riecht jo noch Heimat!”
Kurze Zeit später, nach dem wir die Mündung der Hunte hinter uns gelassen hatten, legten wir in Elsfleth an, wo wir nun den Rest der Woche mit Arbeiten aller Art und Schule verbracht haben.
Seine “Bestimmung ” fand am Donnerstag auch unser über Monate gebautes Wasserflugzeug, als es unter den Augen der ganzen Crew (inclusive mehrer Werftarbeiter) eingewassert werden konnte und nach einigen Manöverierbarkeitstests zum Start ansetzte und den Jungfernflug erfolgreich absolvierte! Modellbau wird während dem Werftaufenthalt bestimmt noch mehrmals Thema sein.
Gestern war nun der grosse Tag des Umzugs ins Werftgebäude. Freude und Überraschung waren gross, als die Jungs ihre Zimmer beziehen durften. Dass wir die Küche unerwarteterweise bis Montag nicht benützen können, erforderte doch einiges Geschick und eine grosse Improvisationsgabe unserer neuen Hauswirtschafterin. Zum Glück gibt es noch die Pizza- und Dönervariante! Zweifelsohne hat Gabi einen steilen Einstieg.
Seit unserer Ankunft findet ein Kommen und Gehen von Mitarbeiter statt. Wir verabschiedeten Hans Frischknecht, der uns mit grossem Einsatz während der Atlantiküberquerung als Nautiker unterstützte. Ebenfalls verabschiedeten wir unseren Kapitän Patrick Gränicher in den Urlaub. Auch Daniela Curiger verliess uns nach ihrem dreiwöchigen Schnupperaufenthalt wieder. Herzlichen Dank für den grossen Einsatz!
Gespannt sehen wir der nächsten Woche entgegen, die uns ganz bestimmt einige Überraschungen und viel Neues bringen wird.
04.07.2010 M.Maurer
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Heute Morgen gilt es, ein sinnvolles Wochenprogramm zu planen. Da S.S. erst am Donnerstag aus seinem Kurzaufenthalt in der Schweiz zurückkehrt, haben wir beschlossen, diese Woche noch hier in Falmouth zu bleiben und am Wochenende oder anfangs nächster Woche aufzubrechen. Da weder Schule noch Arbeitstraining für diese Woche geplant ist, werden wir den Schwerpunkt auf Segeltraining zu setzen. Doch heute Morgen teilen wir die Jugendlichen in verschiedene Gruppen ein. So kommt es, dass H.Ö., K.W., W.P., und T.B., unten im Salon Berichte schreiben, die wir in der nächsten Salomon-News heraus zu geben gedenken, während F.T., O.K., L.M.,R.F., und T.P., Math, Deutsch oder Französich lernen. Es herrscht erstaunliche Ruhe und Konzentration.
Oben an Deck findet ein Briefing der Vormänner durch den Kapitän und 1.Offizier statt. Soll das Segeltraining gelingen, müssen F.Z., M.V., A.M., und D.Z. in verschiedener Hinsicht angeleitet werden. Abläufe und Reihenfolge vom Segel vorbereiten bis hin zum Segel setzen werden exakt und auf Zeit eingeübt.
Nach einem währschaften Mittagessen und der obligaten Mittagspause haben die Vormänner die Gelegenheit das Gelernte in die Praxis umzusetzen.
Um dem Ganzen “Trockentraining vor Anker” einen gewissen Reiz zu geben, werden wir die Übungen wettkampfmässig gestalten. Diese Idee finden unsere Jugendlichen erstaunlicherweise sehr gut und ihr Einsatz lässt während dem gesamten Nachmittag nichts zu wünschen übrig. Während den ganzen Abläufen hört man nur die Kommandos der Vormänner. Andernfalls wird die Übung abgebrochen und wieder von vorne begonnen.
Dienstag, 15.06.2010
Nach dem gestrigen Erfolgserlebnis mit dem Segeltraining, konnten heute erneut Bestzeiten aufgestellt werden, was mich persönlich allerdings ziemlich begeistert. In unzähligen Hau-Ruck-Aktionen werden die verschiedenen Segel gruppenweise gesetzt, und von den aufmerksamen Blicken der andern Segelcrews verfolgt. Dabei wird tatsächlich kaum gesprochen. Jubelrufe und Applaus gibt es nur wenn die Zeiten getopt werden. Mittlerweile liegen die Zeit, ein Gaffelsegel zu setzten ungefähr bei zwei Minuten. Die verschiedenen Zeiten werden sorgfältig in die Tabelle an der Wandtafel eingetragen.
Weil es kein Vergnügen ist, unter dem leicht betäubenden Einfluss von Schweiss- und Käseduft einzuschlafen, habe ich jeweils ein Auge drauf, dass sich die Jungs, bevor sie sich ins Bett legen, duschen. Auf die Frage, ob er den heute abend schon geduscht habe, antwortet mir X.Y. (Name ist der Redaktion bestens bekannt): “Noch nicht ganz.” Das allgemeine Gelächter der Umstehenden zeigte Wirkung und so konnte auch die Koje von X.Y. in gesunder Luft einschlafen.
Mittwoch, 16.06.2010
Der heutige Tag stand ganz im Zeichen des Fussball. Am Vormittag spielten wir mit den Jungs Fussball, und am Nachmittag setzten wir uns mit den uniformierten Jungs ins nächste Pup und feuerten unsere Nati an! 1:0 gegen Spanien. Das ist doch mal was!
Donnerstag, 15.06.2010
Mit Segeltaining, Einkaufen, Diesel bunkern und Castel besichtigen und dem Eintreffen von S.S. aus seinem Schnupperaufenthalt in der Schweiz, war der Tag mehr als gefüllt. Doch mit exaktem Zeitplan und gegenseitigen Absprachen lief der Tag doch reibungslos ab.
M.V. konnten wir zur bestanden Leichtmatrosenprüfung gratulieren. Reife Leistung! Bravo! Unter den Augen seiner uniformierten Kameraden konnte MArc sein LM-Diplom entgegen nehmen.
Freitag, 16.05.2010
Heute findet der eigentliche Segelsetzwettbewerb statt. Zuerst steht die Schonercrew am Start. Der Countdown läuft…drei..zwei..eins…”Schoner setzen!” Tücher schleifen, Korallen rollen, Taue laufen…nach nur 1:13 kommt die Meldung unseren neuen Leichtmatrosen M.V. “Schoner gesetzt!” Das ging aber erstaunlich glatt kein Verhaken der der Korrallen, Piek immer deutlich höher als Klau… alles fest und belegt…
Die gegnerischen Crews gaben sich unter den Anfeuerungsrufen der Kameraden alle Mühe, die fantastisch Bestzeit der Schonercrew zu topen. Am Ende wurden alle eigenen Zeiten nochmals verbessert, doch die Schonercrew blieb bis am Ende ungeschlagen!
Als Belohnung gibt es Für M.V. und seiner Crew ein weiteres WM Spiel zu sehen!
Samstag, 17.06.2010
Putzen und Schwimmen. Als ob die Jungs nicht genug Wasser sehen, war die Freude gross, als Marcus nach dem intensiven, allerdings nicht sehr beliebten Grossputz verkündete, dass er mit den Jungs ins Hallenbad gehen werde. Anschliessend liess ich mir sagen, dass nach dem baden ebenso intensiv geduscht wurde. Heiss und lange. Mit viel Schampoo und Douche. Schliesslich war die Dusche warm und Wasser musste keins gespart werden. Ob wir unsere Heizung in Elsfleth wohl reparieren können?
Sonntag, 18.06.2010
Sie Sonne ist gerade im Begriff, sich nach einem wolkenlosen Tag zu verabschieden. Wir genossen das milde Wetter und den sommerlichen Sonnenschein. Zumal in der Schweiz Regenwetter herrscht. Auf dem Rückweg vom Fussballfeld erfuhr M.R. unser Davoser, dass es zu Hause sogar geschneit haben soll.
Auf dem Schiff wird es ruhig. Die Jungs legen sich schlafen. Unsere Borduhr zeigt 21:20Uhr, also Zeit, das Dinghi los zu machen um die Ausgänger abzuholen. Ich werde die Gelegenheit nutzen, um den Bericht mittels einem etwas effizienten WiFi-Spot in die Schweiz zu befördern. Morgen werden wir den Anker lichten und die letzte Etappe Richtung Elsfletherwerft unter den Kiel nehmen. Unser Kapitän Patrick Gränicher wird auch diese Überfahrt wie gewohnt täglich berichten.
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Nachdem wir am Sonntag mit typisch englischem Regenwetter in Falmouth empfangen wurden, erleben wir seither wohl eher ungewöhnlich viel Sonne für Cornwall-Verhältnisse. Unsere über die letzten Monate von karibischen, bermudianischen und azorischen Temperaturen verwöhnten Gemüter brauch(t)en allerdings ihre Zeit, um sich an diesem Umstand zu erfreuen.
Die doch sehr windreiche und daher auch Konzentration und Kraft erfordernde Überfahrt hierher steckt uns doch noch etwas in den Knochen, so dass zunächst das Ausruhen und Kraft sammeln für den anstehenden Törn nach Deutschland im Vordergrund standen. So liessen wir unseren Tagesplan gelegentlich 1 Stunde später beginnen als laut Wochenplan normal üblich. Und auch die Anzahl der allmorgendlichen Schwimmrunden um die Salomon herum halbierten wir auf 5. Dennoch viel es vielen Jungs schwer, sich wieder an diesen auch aus Sicherheitsgründen wichtigen Tagesbestandteil zu gewöhnen. Insbesondere unsere beiden “schiffs-jüngsten” Crewmitglieder, W.P. und L.M., für die das Rundenschwimmen noch neu war, mussten sich zu dem erfrischenden Sprung in das recht kühle Nass oft erst überwinden.
Trotz des für unseren Geschmack eher mässigen Wetters, haben die Südengländer ein sehr freundliches Gemüt. So jedenfalls unsere Erfahrung bisher. Schnell haben wir bspw. Freundschaft mit dem örtlichen Ruderverein geknüpft, dessen Boote jeden Abend an der Salomon, die sicher, ruhig und geschützt an einer grossen Boje festgemacht hat, mit Gleichtakt-Ruderschlag vorbeiziehen. Kurzerhand haben wir sie am Donnerstag Abend zum Grillieren an Bord eingeladen und im Gegenzug durften alle Jungs und Mitarbeiter unter fachmännischer Anleitung ein paar Runden im Sechser mit Steuermann drehen. Für alle von uns war das eine sehr interessante und neue Erfahrung. Gar nicht so einfach in gegenseitiger Abstimmung und gleichmässigem Teamwork das Ruderboot immer schneller voranzubringen, ohne dass Ruder zu verkannten, aus den Händen gleiten zu lassen oder sich die Finger zu klemmen. Besonders T.P. schien diese ruhige, gleichmässige, und fast schon meditative Sportart zu gefallen. Er machte jedenfalls die beste Figur von uns Frischlingen.
Leider wurde dieser wirklich sehr schöne, gesellige und kulturverbindende Grillabend von einigen wenigen unserer Jungs doch wieder genutzt, um den Regeln auszuweichen und das entgegengebrachte wohlwollende Vertrauen zu missbrauchen. Manch einer ist eben noch nicht so weit und muss noch lernen, dass auch bei weniger Kontrolle Grenzen selbständig eingehalten werden müssen. Der bleibende Eindruck des Abends ist aber sehr positiv und die guten Kontakte, die sich daraus ergeben haben, helfen uns bei vielen Fragen, Problemchen und logistischen Aufgaben, bei denen einheimische Ortskenntnis sehr hilfreich ist.
Ein sehr grosses Thema an Bord ist natürlich auch die Fussball-Weltmeisterschaft in Südafrika. Mit Begeisterung nehmen Jungs wie Erwachsene an der offiziellen “SALOMON-WM-WETTE” teil. Jedes Spiel wird getippt, Punkte werden verteilt, Fachsimpeleien werden ausgetauscht und jeder hofft auf den grossen Preis: Wer am Ende der WM die meisten Punkte ergattert und damit seinen (oder ihren) Fussballsachverstand unter Beweis gestellt hat, wird mit einem Extra-Ausgang mit Essenseinladung belohnt. Nach 5 Spielen führen unser Kapitän Patrick und R.F. mit jeweils 7 Punkten. Für eine Siegesprognose sicher noch zu früh, aber immerhin ein sehr guter Start. Gratulation.
Als Schweizerisch-Deutsch gemischte Crew werden wir natürlich die jeweiligen Gruppenspiele soweit wie möglich live im Fernsehen verfolgen. Dazu werden Uniformen (mit Schweizerkreuz!) angelegt und Sport-Beizen mit möglichst grossen Bildschirmen aufgesucht. Mit kommen dürfen natürlich nur diejenigen Jungs, die sich als Vertrauenswürdig erweisen. Wenn wir uns bei einzelnen nicht sicher sein können, dass keine Mauscheleien laufen, während wir die Gastfreundschaft der Engländer geniessen, wäre es verantwortungslos, sie mitzunehmen. Zum Glück ist das aber die Ausnahme. Auch hier merken unsere Jungs immer wieder den direkten Zusammenhang zwischen ihrem Handeln und den daraus resultierenden Folgen. Wie man sich als Gast im Ausland angemessen benimmt ist ebenso eine wertvolle Lernerfahrung.
Mit Spannung erwarten wir nun das erste Spiel der deutschen Mannschaft, dass in wenigen Stunden beginnt. Unsere deutschen Crewmitglieder, K.W., T.B., O.K. und ich selber, erhoffen sich natürlich lautstarke Jubel-Unterstützung unserer schweizerischen Schiffsmannschaft. Das würde dann natürlich in 3 Tagen im Spiel der Schweiz gegen den amtierenden Europameister Spanien auf Gegenseitigkeit stossen. Nun ja, wir werden sehen, wie weit wir schon eine eingeschweisste Schiffscrew sind, die sich gegenseitig unterstützt… ;o).
In diesem Sinne:
“Hopp Schwiz!” und “Schlaaaand!”
Marcus Kulicke
Donnerstag 20. Mai 2010
Nach ca. 2.5 Wochen auf See, erreichten wir unser Ziel, das Archipel der Azoren. Die ganze Crew freute sich darauf, bald einmal festen Boden unter die Füsse zu kriegen. Insbesondere freuten sich alle darauf, frei vom schaukeln und Wachbetrieb schlafen zu können und wieder frisches Gemüse, Obst und Salat geniessen zu dürfen.
Sobald wir vor dem Hafen ankamen, wurde der Anker geworfen. Anschliessend brach Patrick, unser Kapitän, mit dem Dingi zum Einklarieren auf. Bei seiner Rückkehr wies er die Jungendlichen auf das bevorstehende Molen Manöver ein, was gut gelang. Kurze Zeit später lagen wir ruhig und sicher an der Industriemole.
Nach einem kleinen Imbiss, begannen wir mit einem Grossputz. Segel schön bergen, Zimmer aufräumen, Deck schruppen, Böden wischen und aufnehmen, WC putzen…es gab sehr viel zu tun…
Währenddessen ging die Backschaft zum einkaufen und kam mit einem Taxi voller Waren zurück zur Salomon.
Am Abend feierten wir unsere Atlantiküberquerung mit einem Grillfest! Es herrschte eine ausgelassene und äussert fröhliche Stimmung an Bord. Es gab viel Fleisch, Salat und Kartoffelchips. Zum essen hörten wir Musik und stiessen mit einem Alkoholfreien Bier auf unsere gelungene Mannschaftsleistung an. Alle gingen müde und fröhlich schlafen.
Freitag 21. Mai 2010
Es sollte ein ruhiger Tag werden. Nach dem Ausschlafen, machte Hans mit den Jungs Morgensport an der Mole.
Nach dem Frühstück, brachen wir auf, um ein Fussballplatz zu suchen. Bald fanden wir einen guten Kunstrasen, den wir benutzen durften. Der Platzwart lud uns sogar zu einem Getränk und Sandwich ein. Ein toller Tag!
Samstag 22. Mai 2010
Unsere Befindlichkeitsrunde, die wir jeden Samstag mit der ganzen Crew durchführen, war nicht gerade berauschend. Einige wollten sich nicht zu aktuellen Problemen wie Sticheleien äussern.
Danach gab es einen verkürzten Samstagsputz, da das meiste schon am Donnerstag erledigt worden war. Nachmittags gingen wir nochmals Fussball spielen. Anschliessend kam Christoph (Schiffs Supervisor) mit zwei neuen Jugendlichen an. Die ganze Crew stand in Uniform ein, um die „Neuen“ zu begrüssen.
Nach dem Filzen und Einquartieren der neuen Jungs, zeigten wir noch einen Film. Danach war Zimmerzeit und Nachtruhe.
Sonntag 23. Mai 2010
Ein normaler Sonntag mit Brunchen, Musikhören und freiwilligem Sport ging schnell vorüber. Die am Vortag neu angekommenen Jungs durften einen Eintrittsbericht schreiben und sich an die neue Umgebung gewöhnen.
Montag 24. Mai 2010
Wir mussten heute die Mole verlassen um an einer anderen Stelle anzulegen, da ein grosses Schiff an unsere Lage musste.
Nach dem eher verunglückten Manöver (einige Jungs müssen noch lernen Pilotenbälle richtig zu werfen), gingen wir unser „Wäscheproblem“ an. Während unserer Überfahrt konnten wir wegen dem Wellengang nicht oft waschen. Da wir fast keine frische Wäsche mehr hatten, brachen wir mit der ganzen Crew und VIEL Wäsche in eine Wäscherei auf. Hans, N.T. und S.S. blieben im Waschsalon während Jonathan mit allen anderen Jungs dringend benötigte Artikel kaufen ging. Viele mussten neue Unterwäsche, Socken, Schuhe und T-Shirts haben.
Am Abend gingen einige Jungs in den verdienten Ausgang. M. R. der auf der Überfahrt zum Schiffsjungen befördert wurde, durfte zum ersten Mal ausgehen. Mit grosser Freude schlossen sich ihm einige Jungs und Jonathan an. Es gab Chinesisches essen…da M.R. dies nicht mag, ass er einen riesigen Burger mit Pommes.
Dienstag 25. Mai 2010
Heute fing unser Velotreck an. Marcus hatte diesen am Montag vorbereitet. Er fand sogar genügend Fahrräder. Der Treck würde 2-3 Tage dauern.
Da verschiedenes wie Grosseinkauf, Kochprüfung, Staos, Eintrittsgespräche etc. offen standen, stellte Jonathan ein Team zusammen, die nach Erledigung aller anstehenden Dinge später zum Velotreck zustossen würden. S.S musste noch einen Multicheck absolvieren und N.T. musste sich online für das Aufnahmeverfahren bei der Schweizer Luftwaffe registrieren.
Jetzt war es wieder einmal an der Zeit, VIEL einzukaufen, da die nächste Überfahrt nach England schon wieder bevor steht. Wie so oft erlebt, staunten die Angestellten des Einkaufzentrums nicht schlecht, als wir 15 volle Einkaufswägen an die Kasse schoben. die Kassiererin wurde nach ca. 1 Stunde Waren eintippen langsam aber sicher müde. Zwei mal mussten wir mit dem gemieteten Bus voll beladen zum Schiff hin und zurück fahren. Jetzt begann das verstauen. Eine riesige Arbeit, die ganzen Waren richtig zu verräumen.
Zeitgleich bereitete sich V.S. für seine Kochprüfung zu Smutje vor. Um ca. 18:00 Uhr durften sich Patrick, Fredi und Jonathan ein Fünfgang Menu servieren lassen. Von Salat über Filet im Teig etc. schmeckte das Essen hervorragend. V.S. zeigte eine respektable Leistung und wurde zum Smutje befördert. Zu seinen neunen Verantwortung kommen jetzt auch neue Privilegien dazu. Er darf nun 2-mal pro Woche in den Ausgang und kriegt mehr Taschengeld. Gratulation von unserer Seite!
Nach dem Essen machten wir uns auf, um den hungrigen Teilnehmern des Trecks das Abendessen zu bringen. Wir brachten alles zum Grillieren an die vereinbarte Stelle. Die Jungs waren gut drauf. Am Strand wurde ein Feuer entfacht und Marcus spielte mit der Gitarre Lagerlieder. Einige Jungs sangen mit und es gab noch ein Twix zum Dessert. Todmüde verzog sich einer nach dem Anderen in seinen Schlafsack.
Mittwoch 26. Mai 2010
Der Treck ging weiter. Alle schwitzten ausser Jonathan. Dieser fuhr uns nämlich mit dem Bus hinterher J.
Schneller als erwartet waren wir an der nächsten Übernachtungsstelle. Dort stürmte N.T gleich zum Fussballplatz. Einige spielten mit, andere holten noch ein wenig Schlaf nach. Am Abend stiess Valerie (Lehrerin) zu uns. Sie kam von den Ferien zurück.
Jonathan verliess uns kurz, da er noch etwas auf dem Schiff erledigen musste. Da ein Jugendlicher sich nicht an die Regeln halten konnte und sehr frech wurde, kam er zwischendurch zum Lager zurück und holte den Jungen ab. Für Ihn war der Treck von da an vorbei.
Auf dem Jugendschiff dürfen Jugendliche bei gutem Verhalten an den vielen schönen Aktivitäten teilnehmen. Bei Fehlverhalten, wird das „Schoggiprogramm“ für die betreffende Person zurückgefahren und eine gerechte Konsequenz wird verhängt. Die Angelegenheit wird nochmals thematisiert und besprochen.
Zur Feier von T.P`s. Geburtstag gab es an diesem Abend noch Schokoladentorte.
Donnerstag 27. Mai 2010
Wir kommen zurück zur Salomon. Insgesamt war der Velotreck ein voller Erfolg. Danke Marcus für das Organisieren!
Nun stand Aufräumen und Schiff klar machen auf dem Programm.
Am Abend gingen wir alle zum Abschied von N.T. zum „heissen Stein“ essen. Es war so lecker. Die fröhliche Atmosphäre des Restaurants war auch einfach wunderbar. Am meinem Tisch wurden Witze erzählt und gelacht. Als dann die Fleischplatten serviert wurden, staunten wir alle. Auf der Platte waren zwei verschiedene Fischsorten, Tintenfisch, Hünchen Brust, Schweins Steak und das leckere Filet Mignon. Es war ein schöner Abend gewesen.
Freitag 28. Mai 2010
Das Schiff wollte um 11.00 ablegen und in Richtung England in See stechen. Deswegen mussten Jonathan, Christoph und N.T es verlassen.
Die Stimmung war schon am Morgen sehr angespannt gewesen, wegen dem sich näher rückenden Abschied von uns. N.T selbst war sichtlich nervös und in sich gekehrt. Als es dann zum abschied kam, fing es prompt an zu Regnen. Aber die Jungs der Salomon standen trotzdem stramm und verabschiedeten uns.
Nach dem wir von Bord gegangen waren, sahen wir zu wie die Salomon davon fuhr.
Für N.T sicher ein bewegender Moment. Wir wünschen dir nur das Beste für deine Zukunft in der Schweiz!
Bericht von Nicolas Tobler und Jonathan Reist
Die Salomon liegt im Hafen von Horta und die Crew geniesst nach der über zweiwöchigen Überfahrt die Liegezeit.


















































































































